CBD-Blog

THC vs. CBD – Der große Unterschied

by in CBD ÖL 27. Februar 2018

Cannabinoide aus der Cannabispflanze

Die Cannabispflanze gehört zu den Hanfgewächsen und ist eine der ältesten Nutz- und Zierpflanzen der Welt. Sie enthält über 480 Wirkstoffe, wovon etwa 80 nur in der Cannabispflanze vorkommen. Man bezeichnet sie deshalb als Cannabinoide. Die bekanntesten der Cannabinoide und am meisten vorkommenden sind CBD und THC. Haarähnliche Strukturen auf der Oberfläche der Pflanze geben die Cannabinoide ab. Diese Pflanzenhaare treten bei den weiblicher Hanfpflanzen auf den Kelchblättern, sowie Tragblättern auf und werden Trichomen genannt. Von Zentralasien hat sich Hanf über die ganze Welt verbreitet und wächst in gemäßigten bis in tropischen Zonen. Die vielen konsumbezogenen Vor- und Nachteile der Cannabinoide und die Frage nach dem Nutzen für Gehirn und Nervensystem des menschlichen Körpers haben zu vielen Studien und Diskussionen geführt. Vor allem über die Frage der Legalität, bzw. mögliche Freigaben.

 

Unterschiede zwischen CBD- und THC-Produkten

Cannabis ist als Rauschmittel oder als medizinische Droge weit verbreitet. CBD (Cannabidiol) kommt als Essware, Creme oder in flüssiger Form auf den Markt. Es interagiert mit Rezeptorzellen, das heißt, es fördert eine Reaktion des Nervensystems im Körper. Der menschliche Körper hat zwei Arten von Cannabinoid Rezeptoren: CB-1 und CB-2 (im Abschnitt „Wirkung bei Einnahme, Verzehr“ erläutert). Cannabidiol ist zudem ein natürliches Beruhigungsmittel, hilft bei Schlafstörungen und lindert Muskelkrämpfe. Cannabidiol ist der zweithäufigste Bestandteil der Cannabispflanze. Die Wirkung auf den menschlichen Körper wird im Gegensatz zum THC als nicht-psychoaktiv eingestuft. Zwar hat es positive Auswirkungen auf Gemüt und Psyche, jedoch wird keine berauschende Wirkung über die CBD-Einnahme erzielt. Es entsteht kein hohes Sensationslevels wie beim THC-Konsum. Cannabidiol arbeitet gegen die Wirkung von THC und wird bei gleichzeitiger Einnahme das „High“ verringern oder neutralisieren. Die Forschung interessiert sich an der Wirkung von Cannabidiol, vor allem wegen der enormen medizinischen Potentiale. Der CBD-Wirkstoff soll bei vielen Krankheiten oder Symptomen entzündungshemmend, lindernd und heilend wirken. Zum Beispiel bei Krankheiten wie Schizophrenie, Angstzuständen, Schlafstörungen, Depressionen und Entzündungen. Da der Wirkstoff CBD als nicht-psychoaktiv eingestuft wird, sind Produkte in Deutschland legal zu erwerben. Wenn Sie an chronischen Schmerzen leiden, ist ein hoher CBD-Anteil in Cannabis zu bevorzugen, weil er nicht an täglichen Aktivitäten hindert. CBD-Produkte dämpfen Beschwerden, ohne die Funktionsfähigkeit zu beeinträchtigen, beispielsweise bei Muskelkrämpfen. THC ist der allgemeine Name für Tetrahydrocannabinol und ein psychoaktiver Marihuana Bestandteil. Damit fühlen sich Konsumenten „high“ und euphorisch, weil es die Cannabinoid-Rezeptoren im Gehirn ansteuert. Dies hat Auswirkungen auf Koordination, Vergnügen sowie kognitive Fähigkeiten. Es steigert den Appetit, sendet Hungersignale und ist wirksam gegen Appetitlosigkeit sowie Übelkeit. Beispielsweise bei Krebspatienten, die eine Chemotherapie machen, kann es sinnvoll sein. Für das Gehirn ist es ideal gegen Kopfschmerzen, Migräne, Depressionen, Angst sowie Schlaflosigkeit. Eine größere Dosis heißt, mehr „high“ zu werden. Eine THC-Überdosis verursacht:
  • Erbrechen
  • Schwindelgefühl
  • Paranoia
Es ist das häufigste Cannabinoid in Cannabispflanzen. Die Einnahme von THC-reichen Produkten beeinflusst die Psyche. Die Intensivität der psychoaktiven Wirkung variiert je Person und Dosierung. Am Häufigsten sind Euphorie, Entspannung, Appetitanregung und Müdigkeit. Es kann auch stark schmerzlindernd und entzündungshemmend sein. In Deutschland werden die THC-reichen Produkte wegen der Sinnesveränderungen und weiteren Nebenwirkungen zu Betäubungsmitteln eingestuft. Sie können durch Fachärzte verschrieben werden. Die Anzahl ist gering und der Erwerb kostspielig. THC (Delta9-Tetrahydrocannabinol) und Cannabidiol sind die beiden häufigsten Cannabinoide, aber sehr unterschiedlich. CBD-Produkte binden sich nicht an die Cannabinoid 1-Rezeptoren im Gehirn, haben keine psychoaktive Wirkung, haben aber Auswirkungen auf Körper und Geist, und können zum Beispiel als Antidepressivum oder Antipsychotikum genutzt werden. In der Blüte der Hanfpflanze kann der Gehalt des THC-Wirkstoffs bis zu 20 % betragen. Der Gehalt an Cannabidiol beträgt bei speziell gezüchteten Hanfsorten wie Harlequin etwa 4 %.

Wie werden die Wirkstoffe extrahiert?

Die Ultraschallextraktion aus Hopfen wird mit heißem oder warmem Ethanol bis hin zu kryogenem Ethanol (-70°C) durchgeführt. So werden die Verbindungen gezielt isoliert. Dabei setzt man Cannabinoide und Terpene frei. Das heißt, wenn ein CBD Öl zusätzlich andere Cannabinoide, Terpene sowie Phytochemikalien enthält, hat es eine höhere therapeutische Wirkung als der reine Cannabidiol Wirkstoff. Eine Chlorophyllextraktion wird vermieden, weil sie einen herben Geschmack verleiht. Die Ultraschallextraktion kann im Batch sowie im Durchflussmodus durchgeführt werden. Die Mischung wird gefiltert und die festen Pflanzenteile von der Flüssigkeit getrennt. Eine Abtrennung vom CBD Öl geschieht vom Lösungsmittel mittels Rotor-Verdampfer. Das Ethanol kann wiederverwendet werden. Nach der Ultraschallbehandlung wird das gereinigte CBD Öl zu einer stabilen Nanoemulsion verarbeitet. Die CO2-Extraktion bedeutet das Herausziehen mittels Kohlenstoffdioxid und wird seit vierzig Jahren industriell genutzt. Es gibt die unterkritische und über-/superkritische CO2-Extraktion. Je höher der Druck, umso stärker ist das Lösungsmittel. Der Druck von 340 bar, sowie die Temperatur von 54,85 °C erzielen den höchsten Gesamtertrag.

Wirkung bei Verzehr

Der Cannabinoid-Rezeptor 1 befindet sich in den Nervenzellen, im Kleinhirn, im Hippocampus und den Basalganglien. Im Darm und Teilen des peripheren Nervensystems ist der CB-1 ebenfalls zu finden. Er wirkt durch endogene Cannabinoide und exogen zugeführten Cannabinoide wie Δ9-Tetrahydrocannabinol. Dadurch beeinflusst er bei der Hirnentwicklung die Vernetzung sowie die Wanderung der Nervenzellen im zentralen Nervensystem. Die Ausschüttung der Cannabinoide im Mittelhirn kommt besonders in Stresssituationen hervor. Sie wirkt schmerzlindernd über den CB-1, entzündungshemmend, Angst mindernd, Appetit anregend und vermitteln Unterkühlung. Der Cannabinoid-Rezeptor 2 findet sich in Immunsystemzellen, sowie den Osteoblasten und Osteoklasten (Knochenzellen), die am Aufbau sowie Abbau der Knochen beteiligt sind. Der CB-2 spielt eine bedeutende Rolle in der Regulation sowie Modulation des Immunsystems. Weil Hippocampus und Kleinhirn entscheidend bei der Gedächtnis- und Bewegungsregulationen sind, geht man davon aus, dass die Endocannabinoide Lern- sowie Bewegungsprozesse beeinflussen können. Beispielsweise könnten negative Erinnerungen bei psychischen Krankheitsbildern, wie Angststörungen, damit gelöscht werden. THC-Produkte docken im Gehirn an den Nervenzellen an, ähnlich wie bei Morphin oder Heroin. Dabei sind Wirkung und Reaktion eine ganz andere. Sobald es im Gehirn wirkt, wird das Glückshormon Dopamin ausgeschüttet.

 

THC-Konsum macht „high“

Ein weiterer Unterschied zwischen THC- und CBD-Produkten ist die berauschende Wirkung von THC, die bei CBD-Produkten ausbleibt. Beim Einnehmen von CBD Produkten wird eine ähnliche Wirkung im Körper erzielt, nur dass im Gehirn die Nervenzellen nicht betäubt werden. Bekannte Nebenwirkungen beim Konsum von THC Produkten, sind Paranoia und Angst. Darüber hinaus wirkt es wie eine Psychose im Gehirn. Forschungsberichte zeigten auf, dass der CBD-Wirkstoff den Rausch eines Konsumenten reduzieren kann. Es kann davon ausgegangen werden, dass CBD, dem Rausch von THC entgegenwirkt und das „High Level“ reduziert.

 

THC-Konsum macht schlapp und müde

Einer der Hauptgründe des Marihuana Konsums ist die schlaffördernde Wirkung, welche vom hohen THC-Gehalt ausgelöst wird. Sorten, mit einem hohen THC-Gehalt, lassen den Konsumenten müde, sowie schläfrig werden. Im Gegensatz dazu hält CBD einen Körper eher wach, bzw. es hat keine schlaffördernde Wirkung. Es entspannt körperlich. Bei der Einnahme von CBD bleibt der Kopf viel klarer, als bei normalem Drogenhanf, welcher einen geringen CBD Anteil hat. Neue Forschungs-Erkenntnisse zeigen auf, dass der Wirkstoff CBD sehr positive medizinische Eigenschaften hat: Er wirkt schmerzlindernd, hilft gegen Migräne- und Arthritis, ist krampflindernd und hilft bei Epilepsie und Schizophrenie.

 

Rechtliches zu THC-Produkten

Da die medizinische Forschung mittlerweile den gesundheitlichen Wert erkannt hat, erlauben mehr Länder die kontrollierte Verabreichung des THC-Wirkstoffs zu therapeutischen Zwecken. Fachärzte dürfen bei besonderen medizinischen Indikationen Mittel mit höherem THC-Gehalt auf Privatrezept verschreiben. Wollen Sie Cannabis Öl rezeptfrei erwerben, darf der THC-Gehalt nicht über 0,2 % sein. Für den Gehalt an Cannabidiol sind es keine Einschränkungen vorgeschrieben.

 

Rechtliches zu Cannabidiol

In vielen Ländern ist der Konsum, sowie Verkauf von Marihuana immer noch verboten. Hier in Deutschland fallen die Produkte mit höherem THC-Gehalt unter das Betäubungsmittelgesetz. Ist es allerdings ein Mittel mit einer CBD-Konzentration und beträgt der THC-Anteil höchstens 0,02 %, dürfen Sie es unbesorgt verwenden. Alle Produkte mit solch einer niedrigen THC-Konzentration sind rezeptfrei erhältlich. Der Unterschied beim Konsum von CBD- und THC-Produkten liegt einerseits in der Wirkungsweise, andererseits in ihrem Status als rezept-freie oder -pflichtige Konsum Güter. In der Medizin wird meist von Experten die kombinierte Nutzung der beider Wirkstoffe empfohlen. In Deutschland ist dies rechtlich beschränkt. Wie im oberen Abschnitt schon erwähnt liegt die Grenze für den THC-Gehalt der frei verkäuflichen CBD-Produkte bei 0,2%. Alle Produkte mit einem höherem THC-Gehalt sind verschreibungspflichtig. Selbst die frei verkäuflichen CBD-Produkte können bei verschiedenen Beschwerden helfen. Sie erfreuen sich daher immer größerer Beliebtheit. Da auch die Forschung die enormen Potentiale erkannt hat, beschäftigt sie sich immer intensiver in Studien und Forschungsprojekten mit dem Cannabinoid und bring immer wieder neuen Erkenntnisse ans Licht.

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