CBD-Blog

Was sind Terpene?

by in CBD, CBD ÖL 25. Mai 2020

Fortschritte in der Cannabis-Forschung

Haben Sie sich auch schon mal gefragt was für den Duft und den Geschmack der Pflanzen, speziell der Hanfpflanze, verantwortlich ist? Wir kennen die Antwort: Terpene. Und nicht nur Terpene. Auch andere pflanzliche Inhaltsstoffe wie Flavonoide und Cannabinoide.

Terpene und ihre therapeutische Wirkung

Doch was genau sind Terpene und wie genau können diese im Bereich der Cannabis-Terapieforschung weiterhelfen?

Terpene sind chemische Verbindungen, welche in den verschiedensten Organismen vorkommen. Seit jeher werden Terpene genutzt um ätherische Öle sowie bestimmte Extrakte herzustellen. Dies liegt vor allem daran, dass Terpene sehr gut in Fetten löslich sind, weniger gut in Wasser. Die allermeisten Terpene sind pflanzlichen Ursprungs. So kommen sie auch in der Hanfpflanze vor und sind dort grundsätzlich dafür zuständig, die Pflanze vor Bakterien, Pilzen, Fressfeinden und anderen umweltbedingten Stressfaktoren zu schützen. Auch sorgen sie dafür, bestäubende Insekten anzulocken. Deshalb sind sie in besonders starker Konzentration in den weiblichen Cannabis-Pflanzen aufzufinden.

Terpene haben im Bereich der Medizin sehr viel Neugier hervorgerufen und wurden ganz allgemein bisher bereits sehr weit erforscht. Sie sind sehr vielfältig und kreieren als Kombination von Vitaminen, Pheromonen und sekundären Inhaltsstoffe den endgültigen Duft und den Geschmack der Pflanzen. So ist es selbstverständlich auch bei den Cannabis-Pflanzen. Besonders die so vielfältige therapeutische Wirkung sorgt für ein Staunen in der Welt der Wissenschaftler, wobei die Forschungen gerade diesbezüglich bisher noch etwas zu kurz kamen. Eins ist jedoch bereits klar – Sie sollen nicht nur Krämpfe lösen und bei Angststörungen helfen, sondern sollen sie auch antibakteriell wirken. Wobei diese Aufzählung nicht einmal abschließend ist. Zahlreiche weitere Krankheiten können hiermit behandelt werden.

Es folgt ein kurzer Überblick über die wichtigsten Terpene der Hanfpflanze mit der jeweils dazugehörigen therapeutischen Wirkung:

  • Limonen kommen in Citrusfrüchten und Minze vor. Sie sollen Depressionen und Angstzuständen vorbeugen.
  • Humulen sind in Hopfen und Koriander aufzufinden. Sie wirken schmerzlindernd und entzündungshemmend.
  • Caryophyllen sollen krampflösend, schmerzlindernd und entzündungshemmend wirken. Zu finden sind sie in vor allem in schwarzem Pfeffer, Basilikum und Nelken.
  • Linalool ist in Lavendel, Zitrusfrüchten, Lorbeeren, Birke und Rosenholz enthalten. Neben einer angstlösenden, schmerzlindernden und krampflösenden Wirkweise, soll Linalool auch Stress lindern und den Schlaf fördern.
  • Pinen sollen entzündungshemmend wirken und im Bereich der Bronchien positiv mitwirken. Sie sind in Kiefern und Salbei enthalten und sind hier auch für die individuellen Düfte verantwortlich.
  • BCP (Beta-Caryophyllen) welches die CB2 Rezeptoren des Endocannabinoid Systems aktiviert. Sie können Entzündungen entgegenwirken und einen schmerz reduzierenden Effekt haben.

Welche Rolle spielt der "Entourage-Effekt"?

Allerdings scheint es so, als würde diese positive Wirkungsweise nur zum Vorschein kommen, wenn die Terpene auch mit den einzelnen Cannabinoiden der Hanfpflanzen zusammenwirken.

Cannabinoide sind ein Sammelbegriff für alle Stoffe, die über die Cannabinoid Rezeptoren wirken. Auch diese gehören zu der Gruppe der pflanzlichen Inhaltsstoffe. Besonders die nachteiligen Wirkungen des THC sollen durch das Zusammenwirken der einzelnen Inhaltsstoffe gemildert werden und eben dadurch die therapeutische Wirkung fördern. Gerade die Wechselwirkung, die zwischen den einzelnen Stoffen besteht, ist somit entscheidend. Dieser Prozess ist unter dem Begriff Entourage-Effekt bekannt. Die Verstärkung der positiven Wirkung der Cannabinoide geschieht somit quasi ganz nebenbei. Das Pflanzenstoffgemisch besitzt eine höhere biologische Aktivität, als die isolierte Reinsubstanz selbst.

Jede Cannabissorte hat ihre eigene spezielle Zusammensetzung von Cannbinoiden und Terpenen und ist somit ganz individuell.

Denn von den Cannabinoiden sind über 100 Unterarten bekannt. Dazu gehören CBD, CBC, CBG und THC.

Die Wissenschaft kennt insgesamt auch über 8.000 verschiedene Terpene. Dabei gibt es mindestens 100 verschiedene Terpene alleine in der Cannabispflanze. Dabei können die einzelnen Wirkstoffe in süß, sauer, bitter, würzig aufgeteilt werden, wobei diese wiederum weiter unterteilt werden können.

Es sind demnach sehr spezielle Kombinationen denkbar.

Das Potential der Terpene

Bisher war es in der Forschung meist so, dass lediglich die einzelnen Bestandteile der Cannabis-Pflanze wie Cannabinoiden untersucht wurden. Dies könnte sich nun jedoch stark verändern. Denn nach aktuellem Stand scheint die Terpenenwirkung bzw. der damit verbundene Entourage-Effekt großes Potential zu haben. Die natürlichen chemischen Verbindungen können potentiellen Cannabispatienten einen riesigen therapeutischen Nutzen bringen. Das Besondere daran ist jedoch, dass diese Wirkung nicht allein durch die Terpen entfaltet wird, sondern das Zusammenspiel zwischen Terpenen und Cannbinoiden entscheidend ist. Die vielen verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten führen dann zum Endresultat. Durch diese Erkenntnis wird die Cannabisforschung weiter voranschreiten und immer mehr medizinische Informationen zum Vorschein bringen können. Damit wird es eventuell bald schon leichter sein zahlreiche Krankheiten wie Depressionen, Angstzustände, Demenz etc. zu behandeln. Voraussetzung ist nur, dass die neuen Erkenntnisse weiter an Beachtung gewinnen.

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